DSL-Strom - Powerline funktioniert nur innerhalb der Wohnung
"DSL-Strom" - von der Namensgebung - gibt es ebenso
wenig wie DSL-Kabel. Diese Wortbezeichnung wird aber immer wieder
gerne von der Marketing
Abteilung genutzt um auf Hochgeschwindigkeits-Internet hinzuweisen.
Strom aus der Steckdose wurde Ende der 1990er Jahre unter der Bezeichnung
"Powerline" bekannt. Die Wortbezeichnung "Powerline"
ist heute allerdings mehr ein Pseudonym für Erfolglosigkeit.
Ende der 1990er Jahre waren große Energieversorger wie beispielsweise
E.ON oder RWE der Meinung, sie könnten dem Kunden Breitband-Internet
aus der Steckdose anbieten. Vornehmlich wollten die Energieversorger
an der so genannten "Letzten Meile" verdienen, denn auf
der "letzten Meile" hat die Telekom eine Art Monopolstellung.
Bei der letzten Meile handelt es sich nämlich um die Strecke
von den letzten Verteilerkästen der Telekom hin zu den einzelnen
Kunden. Diese Strecke wird immer noch über die alten Telefon-Kupferleitungen
der ursprünglichen Telefonnetze realisiert. Die Energieversorger
wollten diese Strecke mit ihren Stromnetzen überbrücken
und somit eine Alternative zu der Deutschen Telekom bieten.
Insgesamt versuchten sich vier Großkonzerne an das Projekt
"Powerline - Strom aus der Steckdose", und zwar die Energie
Baden-Württemberg AG (EnBW) zwischen 1998 und 2002, E.ON zwischen
2000 und 2001, die REW zwischen 2001 und 2002 sowie die PPC (ein
Gemeinschaftsprojekt von MVV und dem israelischen Technikausrüster
MainNet. Auch PPC etablierte sich Anfang des neuen Jahrtausends
mit Powerline und hat sich als einziger Anbieter in diesem Segment
halten können. Allerdings kann auch PPC die letzte Meile nicht
für Breitband-Internet überbrücken und versorgt heute
hauptsächlich kleinere Stadtnetzbetreiber mit seiner Technologie.
Die Stromnetze sind einfach nicht ausreichend gegen Störreinflüsse
abgeschirmt; die übertragenen Daten sind zu fehlerhaft und
deshalb einfach zu langsam in ihrer Endgeschwindigkeit. Was mit
Powerline geblieben ist sind andere Datendienste außerhalb
des regulären Internets oder tatsächlich Internet aus
der Steckdose, allerdings ausschließlich in den Räumlichkeiten
der Endverbraucher. Die Signale werden von dem eigentlichen DSL-Anschluss
am Haus oder in der Wohnung übernommen, in das jeweilige Stromnetz
gespeist und siehe da, Internet ist tatsächlich aus der Steckdose
empfangbar.
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