DSL-Satellit
   
DSL-Satellit über ganz Deutschland verfügbar
 
 
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DSL-Satellit über ganz Deutschland verfügbar


DSL-Satellit nennt sich in Wirklichkeit Sky-DSL und hat eigentlich so gar nichts mit DSL zu tun. Sky-DSL verdankt seinen Namen der Marketing-Abteilung des Unternehmens. Das Wort "DSL" sollte dem Kunden eigentlich nur signalisieren, dass auch Breitbandverbindungen über Satellit möglich sind.


Sky-DSL wurde von der Firma Teles AG in Berlin ins Leben gerufen, eine Zeitlang von Strato vermarktet und dann wieder im Alleingang durch die Teles AG.

Obwohl Sky-DSL theoretisch in ganz Deutschland verfügbar ist und im Download-Bereich und MBit/s - Geschwindigkeiten verspricht, hat diese Technologie es schwer, von den Endkunden akzeptiert zu werden. Keine 30.000 Kunden konnte die Teles AG akquirieren und verbrannte dabei mehr als 15 Millionen Euro (so wenigstens die Presse). Von der Grundidee ist Breitband-Internet via Satellit nicht schlecht, doch praktisch ist diese Technik einfach zu teuer, zu umständlich und letztlich auch zu langsam.

Als interessierter Kunde ist man geneigt zu meinen, Breiband-Internet über Satellit wird ausschließlich über die Satelliten-Schüssel empfangen und gesendet. Doch so ist es nicht. Die Anfragen ins Internet werden über die ganz normale Telefonleitung (Analog oder ISDN) gestartet und nur die Antworten (Download) werden über Satellit zurück geschickt. Der Grund: Die Satelliten-Dienste sind für Teles einfach zu teuer, und um überhaupt konkurrenzfähig zu sein wird versucht, sich eine Strecke, nämlich die Upload-Richtung zu sparen. Dies aber führt zu sehr großen Verärgerungen in der Bevölkerung und negative Mundpropaganda ist niemals gut für ein Geschäftsmodell.

Dazu kommen die relativ hohen Einstiegskosten. Während ein DSL-Anschluss heute gratis ist und das Komplett-Paket mit Hochgeschwindigkeits-DSL und Internet-Telefonie gerade einmal 20,00 Euro im Moant kostet (Stand 2010), hat der Satelliten-Kunde zunächst die Empfangsschüssel einschließlich Einmessungskosten für mehr als 500,00 Euro einzukaufen.

Sehr ärgerlich wird es für Satelliten-Kunden, wenn sie über ihren Anschluss mit anderen Internet-Usern Online-Spiele spielen möchten. Die Latenzzeiten (Pingzeiten) vom und zum Internet sind einfach zu langsam; jeder Online-Gegner hat im Kriegsspiel schon sein ganzes Magazin verschossen, bevor der Satelliten-König überhaupt reagieren kann.



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