DSL-Kabel ist besser als herkömmliches DSL
"DSL-Kabel" ist natürlich Quatsch und das "DSL-Kabel"
besser ist als herkömmliches DSL schon allemal. Konkret müsste
es heißen, die Kabelnetze sind in der Regel besser als herkömmliches
DSL. Was hier mit "DSL-Kabel"
umschrieben ist, sollen in Wirklichkeit die Glasfaserkabeln der
großen Kabelnetzbetreiber sein und was mit "herkömmliches
DSL" umschrieben ist, die DSL-Technologie, die über die
alten Kupferleitungen der Deutschen Telekom realisiert werden.
Herkömmliches DSL wurde von der Deutschen Telekom erstmalig im
Jahre 1999 in Deutschland eingeführt, damals noch mit einer Geschwindigkeit
von 768 KBit/s im Download und 128 KBit/s im Upload. Zwischenzeitlich
leistet das herkömmliche DSL Geschwindigkeiten von bis zu 6016
KBit/s im Download und verschiedene Geschwindigkeiten im Upload. Höhere
DSL-Geschwindigkeiten gibt es mit ADSL2+, und zwar mit bis zu 16.000
KBit/s im Download. Die von der Telekom im Jahre 2007 eingeführte
VDSL-Technologie leistet bis zu 50.000 KBit/s im Download, ist aber
eine andere Technologie als das herkömmliche DSL und wird überwiegend
über Glasfaserleitungen realisiert.
Was alle DSL-Varianten gemeinsam haben, ist die so genannte "Letzte
Meile", vom letzten Übergabepunkt der Telekom hin zum
Kunden, denn diese Leitungen bestehen auch heute noch überwiegend
aus den alten Kupferleitungen des Telefonnetzes.
DSL-Kabel wird wie gesagt über die Glasfaserleitungen der
großen Kabelnetzbetreiber Kabel-Deutschland, Kabel BW und
Unitymedia realisiert. Bei diesen Kabelnetzen, die ursprünglich
auch der Deutschen Telekom gehörten, aber im Jahre 2001 aus
kartellrechtlichen Gründen abgegeben werden mussten, sind wesentlich
moderne und wesentlich leichter aufrüstbar als die Leitungen
für die DSL-Technologie. Aus diesem Grund bieten die großen
Kabel-Netzbetreiber heute in ihren Standard-Paketen bereits Geschwindigkeiten
von bis zu 32.000 KBit/s an. Außerdem gibt es bereits Teilnetze
die Geschwindigkeiten von bis zu 100.000 KBit/s leisten und Testnetze
die die Daten mit einer Geschwindigkeit von 200.000 KBit/s durchs
Netz schicken.
Die modernen Kabelnetze sind heute so genannte "bidirektionale
Netze", das heißt, sie sind rückkanalfähig.
Hierdurch wurde es erst möglich, den Kunden Breitband-Internet
anzubieten und aufgrund der hohen Geschwindigkeiten auch Mehrfach-Dienste,
die mit "Triple-Play-Angebote" umschrieben werden. Triple-Play
heißt, der Kunde erhält von den Kabel-Providern sowohl
TV, also Fernsehen, Breitband-Internet und Internet-Telefon, also
Voice-over-IP oder auch einfach nur VoIP.
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